Gewinnung von Signalmaterial

Marcus bei der Schaltkastendemontage

Gewinnung von Signaltechnik

Wie kommt man an Signale oder Stellwerksteile? Die Deutsche Bahn ist fleissig am modernisieren, es wird also viel von der alten Technik stillgelegt. Normalerweise landen alte Signale oder Stellwerke in der Signalbauwerkstatt in Wuppertal, man kann der Bahn die Teile aber dennoch abkaufen. Wenn man dies macht, muss man natürlich auch für den Transport sorgen. Wichtige Teile baut man gleich an Ort und Stelle ab, dies kann dann schnell mal zu einer eher ungewöhnlichen Gestaltung eines Sonntages werden. Nun warten in Aumühle ein Lichtsperrsignal und zwei Anschlusskästen von Gleisstromkreisen auf ihre Wiederaufarbeitung.

Private Signaltechniksammlung

Diverse Signaltechnik

Stellwerksanlagen verschiedener Bauformen

Relaisanlage DrS2-Stellwerk

Schaltschränke eines Relaisstellwerkes

Diverse Fernmeldetechnik

Prüftelefon, Zugbahnfunk, Zugmeldetelefone, Uhrenanlagen...

Ungewöhnliche Hobbys erfordern ungewöhnliche Methoden… So existiert z.B. (mindestens) eine private Sammlung von Stellwerks-, Signal- und Fernmeldetechnik im norddeutschen Raum. Diese ist noch im Aufbau, es muss noch viel gearbeitet werden bis hier mal Aussenstehende zu Besuch kommen können. Trotzdem ist es bereits erstaunlich was sich schon so alles angesammelt hat: mechanische Stellwerke, ein E43-Stellwerk, ein VES-Vierreihenstellwerk (leider ohne Verschlusskasten), ein SpDrL30-Stellpult, ein DrS2-Stellwerk inklusive der Relaisanlage, ein M43-Bahnhofsblock, diverse Signale, Einzelteile sowie ein eigener Raum nur mit Fernmelde- und Uhrenanlagen. Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Neue Kabeltrasse

Marcus schaufelt Sand aus einer Feldbahnlore für den Kabelbau am 29. Mai 2011.

Die Feldbahn im Bauzugeinsatz

Die neue Kabeltrasse für das Lehrstellwerk und der Modellbahnanlage am 29. Mai 2011
Die neue Kabeltrasse für das Lehrstellwerk und der Modellbahnanlage

Langsam reicht es! Die provisorische Stromversorgung von Lehrstellwerk und Modellbahnanlage muss mal anständig gemacht werden. Es muss also gebuddelt werden, unter zwei Feldbahnstecken, dem Gleis 12 der Regelspur und dem Fußweg zu den Toiletten hindurch. Mit Sand die Grube wieder ein wenig auffüllen, das Kabel reinlegen und mit Sand bedecken, danach wieder zuschaufeln. So wird das Kabel geschont und nicht z.B. durch Steine beschädigt. Die Feldbahn war hierbei natürlich als Bauzug im Einsatz.

Aktionstag im Mai

Besucher im Lehrstellwerk am Aktionstag am 22. Mai 2011

Im Lehrstellwerk werden von Besuchern fleißig Weichen und Signale gestellt

Unser zweiter Aktionstag dieses Jahr war leider nicht so gut besucht, zeitgleich lief in Hamburg der Hanse-Marathon. Man kann es aber auch positiv sehen: wir konnten uns um unsere Besucher deutlich intensiver kümmern. Gerade im Lehrstellwerk entwickeln sich unter solchen Bedingungen sehr interessante und intensive Gespräche.

Wir freuen uns natürlich auf den nächsten Aktionstag. Dieser ist allerdings erst im Herbst am 3. Oktober.

Es gibt viel zu tun…

Stellwerk Ds Vorderseite geöffnet

Widerstandsmessung zwischen Nottaste B1 und Gehäuse des Stellwerks D-Bach Süd

Geöffnete Rückseite des Stellwerks D-Bach Süd

Geöffnete Rückseite des Stellwerks D-Bach Süd

Schaltplan der elektromechanischen Stellwerke

Schaltplan der Zustimmungsanforderung und Festlegung der elektromechanischen Stellwerke

Eigentlich wollte ich endlich mal die lose Farbe von der Decke im Relaisraum des Lehrstellwerkes holen, aber natürlich kam es anders. Bei einer Vorführung an den beiden elektromechanischen Stellwerken von D-Bach habe ich eine Nottaste gedrückt. Ein Signal kann normalerweise nur von dem Stellwerk aus auf Halt gestellt werden, welches für den jeweiligen Bezirk zuständig ist. In einem Notfall kann es jedoch nötig sein auch Signale anderer Stellwerke schnell auf Halt zu stellen. Für genau diesen Fall gibt es die Nottasten, eine pro Signal. Bei normalen Vorführungen werden diese nicht benutzt und offensichtlich hatte eine der Tasten bereits ein paar Kontaktschwierigkeiten die sich zu einem handfesten Wackelkontakt entwickelt haben. Dies fiel natürlich nicht gleich auf sondern erst bei der nächsten Vorführung. Zu allem Überfluss hat sich dann auch noch die für diesen Schaltkreis zuständige Sicherung verabschiedet, allerdings auf eine Art und Weise dass man dies ihr von aussen nicht ansehen konnte. Durch die Struktur der Schaltung ist dieser Schaltkreis aber, trotz defekter Sicherung, nicht spannungsfrei. Dies ergibt interessante Effekte bei der Störungssuche.

Falls sich jemand an dem Schaltplan versuchen möchte: es handelt sich um die Taste “NT b1/2″ rechts oben und die Sicherung 3.06. Diese ist zwei mal eingetragen, die gemessene fremde Spannung kommt vermutlich von der Bahnhofswiederholungssperre die sich rechts im Schaltplan befindet. Und wer Lust auf eine Quizfrage hat: wo ist der sicherheitskritische Fehler in der Schaltung für Signal A in der Mitte im Bild? Als “Belohnung” winkt Arbeit im Lehrstellwerk.

Ein Januartag im Lokschuppen

Stefan beim löten im Relaisraum des Lehrstellwerks

Lötarbeiten im Relaisraum des Lehrstellwerks

Ein normaler Sonntag im Januar im Lokschuppen Aumühle: die Temperaturen liegen nur knapp über 0°, aber immerhin liegt kein Schnee oder Eis herum und es war auch wenigstens ein bisschen hell geworden. Trotz des nicht so schönen Wetters kamen etwa 300 Besucher vorbei. Ausserdem waren wir fleissig am arbeiten: Stefan hat im Lehrstellwerk Kabel gelötet, André hat sich um das defekte Magnetventil im Schienenbus gekümmert und die Bremse an der Torflore wurde von Clemens und Leon repariert (jetzt kann der Holzaufbau da rauf). Gefahren wurde auch: die Besucher konnten auf der Feldbahn sich von Stefan, Marcus und mir durch die Gegend fahren lassen oder auf der Handhebeldraisine mit Claus-Jürgen und Winfried in Richtung Berlin fahren – zumindest die ersten paar hundert Meter… Auch das Lehrstellwerk war gut besucht, ich hatte mehrere Besuchergruppen zu Gast. Dabei war ein Elfjähriger der es ganz genau wissen wollte und hinterher sogar den Unterschied zwischen Fahrstraßenverschluss und Fahrstraßenfestlegung erklären konnte.

Ein Video von diesem Tag gibt es bei Youtube, allerdings ohne Draisinenfahrten und ohne Lehrstellwerk.

Was passiert in einem Stellwerk?

Blick durch das Lehrstellwerk

Im Lehrstellwerk

Was muss alles passieren bevor ein Zug sicher über Gleise und Weichen fahren kann? Was machen eigentlich Weichenwärter und Fahrdienstleiter in ihren Stellwerken und wie stellen sie sicher dass die Züge nicht aufeinander stoßen oder das Weichen unter ihnen aus Versehen umgestellt werden und der Zug dann entgleist? Wie bedient man ein mechanisches Stellwerk? Ist diese inzwischen über 100 Jahre alte Technik, in der es alleine in Deutschland noch etwa 1800 Stellwerke gibt, überhaupt sicher?

Stefan und Andreas haben ein Video im Lehrstellwerk gedreht welches man auf Youtube sehen kann. Man darf natürlich auch gerne zu Besuch kommen und mal selber Hand an die Hebel legen.

Wartungsarbeiten im Lehrstellwerk

Es war dringend nötig: im Lehrstellwerk waren im Leuchttableau bereits diverse Lämpchen ausgefallen und im Stellwerk Df (D-Bach Fahrdienstleiter) funktionierte der Weichenwecker nicht mehr. Nun kann man ja nicht mal “so eben schnell” irgendwelche Signale auf Fahrt stellen und damit die Ausleuchtung im Tableau prüfen, bei einem Stellwerk müssen immer die Abhängigkeiten zwischen den Weichen, Signalen und den Stellwerken untereinander beachtet werden. Hinzu kam eine defekte Sicherung für den Weichenwecker. Der Weichenwecker soll immer dann klingeln wenn ein Weichenantrieb gestört ist oder aus einem anderen Grund die Stellung der Weiche nicht mit der Stellung des Weichenhebels übereinstimmt. Nur weil man die Sicherung im Schaltplan gefunden hat heisst dies nicht dass man sie auch in der Anlage findet. Weder dass die Sicherungsnummer einem Aufschluss darüber geben würde wo sich diese Sicherung befindet, noch dass sie sich da befinden würde wo man diese vermuten würde. Nach etwa vier Stunden Arbeit, einem intensiven Studiums der Schaltpläne und viel hantieren mit der Taschenlampe waren aber alle defekten Lämpchen getauscht und es bimmelte wieder so wie früher.

Stefan und Andreas beim warten des Stellwerks Df

Stefan und Andreas beim warten des Stellwerks Df

Im Hintergrund das geöffnete elektromechanische Stellwerk Df, eine Bauform wie sie ab 1912 gebaut wurde, allerdings mit der Schaltplanvariante von 1943.

Besuch in Deinste

Andreas im Stellwerk Deinste

Das stillgelegte Stellwerk in Deinste

Am 3. Juli waren wir zu Besuch bei der Moorbahn Burgsittensen und beim Deutschen Feld- und Kleinbahnmuseum Deinste. Trotz einer geradezu unerträglichen Hitze von knapp 30° im Schatten verschlug es uns an diesem Samstag zuerst nach Tiste zu den Moorbahnern und danach nach Deinste zu den Feldbahnern. Wir hatten nicht nur die Gelegenheit uns zahlreiche interessante Fahrzeuge anzusehen, es ergab sich auch die Gelegenheit das schon lange stillgelegte Stellwerk in Deinste zu besichtigen.