Wie kommt man an Signale oder Stellwerksteile? Die Deutsche Bahn ist fleissig am modernisieren, es wird also viel von der alten Technik stillgelegt. Normalerweise landen alte Signale oder Stellwerke in der Signalbauwerkstatt in Wuppertal, man kann der Bahn die Teile aber dennoch abkaufen. Wenn man dies macht, muss man natürlich auch für den Transport sorgen. Wichtige Teile baut man gleich an Ort und Stelle ab, dies kann dann schnell mal zu einer eher ungewöhnlichen Gestaltung eines Sonntages werden. Nun warten in Aumühle ein Lichtsperrsignal und zwei Anschlusskästen von Gleisstromkreisen auf ihre Wiederaufarbeitung.
Archiv des Autors: Andreas Sons
Aktionstag am 30. Oktober
Unser zweiter herbstlicher Aktionstag, und damit für dieses Jahr auch der Letzte, fand am 30. Oktober statt. Trotz des bereits doch deutlich frischen Wetters fanden sich wieder mehrere hundert Besucher bei uns auf dem Gelände ein um die Fahrzeuge zu betrachten oder zu betreten, mit Feldbahn und Handhebeldraisine zu fahren, im Lehrstellwerk mal selber Züge fahren zu lassen, an der Modellbahn zu spielen, im Antiquariat nach Raritäten zu stöbern oder einfach nur im Buffetwagen es sich gut gehen zu lassen.
Ein paar Tonnen Gehwegplatten
Von einem stillgelegten Bahnhof haben wir Gehwegplatten erhalten. Diese sind per LKW angeliefert worden und auf die Feldbahn umgeladen worden. Nun steht inzwischen fest wo diese verbaut werden sollen, also müssen die Wagen vom Abstellgleis zur zukünftigen Baustelle verbracht werden. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan, sind die Wagen doch teilweise mit ca. zwei Tonnen Ladegewicht nicht gerade problemlos zu bewegen. Letztendlich ging dies nur mit zwei Lokomotiven parallel: wegen fehlender Umfahrmöglichkeiten mussten die Lokomotiven sich abwechseln, je nach dem von welcher Seite aus der jeweilige Wagen gerade bewegt werden muss.
Aktionstag am 3. Oktober
Private Signaltechniksammlung
Ungewöhnliche Hobbys erfordern ungewöhnliche Methoden… So existiert z.B. (mindestens) eine private Sammlung von Stellwerks-, Signal- und Fernmeldetechnik im norddeutschen Raum. Diese ist noch im Aufbau, es muss noch viel gearbeitet werden bis hier mal Aussenstehende zu Besuch kommen können. Trotzdem ist es bereits erstaunlich was sich schon so alles angesammelt hat: mechanische Stellwerke, ein E43-Stellwerk, ein VES-Vierreihenstellwerk (leider ohne Verschlusskasten), ein SpDrL30-Stellpult, ein DrS2-Stellwerk inklusive der Relaisanlage, ein M43-Bahnhofsblock, diverse Signale, Einzelteile sowie ein eigener Raum nur mit Fernmelde- und Uhrenanlagen. Ich bin gespannt wie es weiter geht.
Das Sachsenwald Sound Orchester zu Besuch
Wie jedes Jahr kamen auch dieses Jahr Anfang September die Freunde der Bigband-Musik auf ihre Kosten: das Sachsenwald Sound Orchester war wieder zu Besuch und spielte im Lokschuppen, umgeben von alten Eisenbahnen und der Werkstatt.
Westernwochenende am Schönberger Strand
Im August fand auch dieses Jahr wieder das Westernwochenende am Schönberger Strand statt. Am “Prärie-Bahnhof” Schönberger Strand befand sich eine Westernsiedlung inklusive Indianern, Banditen, Soldaten und was zum Wilden Westen sonst noch so dazu gehört. Da die Siedlung mit der Straßenbahn erschlossen war, fuhren die Banditen natürlich mit der Straßenbahn zur Arbeit: auf der Strecke zwischen Schönberger Strand und Schönberg wurden die Züge plangemäß überfallen. Der Samstag Abend endete dann, wie es sich gehört, mit Musik, Tanz, Essen vom Grill, reichlich Getränken und romantischen Straßenbahnfahrten in der Holzklasse in den Sonnenuntergang.
Fahrdienst in den Sommerferien
Während der Sommerferien fährt die Straßenbahn am Schönberger Strand nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche von Mittwochs bis Freitags. Anfang August schien die Sonne viel, es war warm und trocken – zu entsprechend vielen Fahrten sind wir dann auch aufgebrochen.
Bei einer dieser Fahrten wurde ein Isolator in der Fahrleitung beschädigt, dies ließ sich glücklicherweise problemlos gleich beheben.
Die Feldbahn zu Gast in Schwarzenbek
Nach monatelangen Vorbereitungen war es nun endlich so weit: der zweite verkaufsoffene Sonntag in Schwarzenbek stand vor der Tür und wir waren mit dabei! Das Motte des Tages: “Die Eisenbahn und wir”. Schon seit einiger Zeit waren zahlreiche Schautafeln über die Eisenbahngeschichte in Schwarzenbek in den Schaufenstern der Einzelhandelsläden verteilt, zusammen mit typischen Ausrüstungsgegenständen der Bahn. Am Donnerstag kamen sowohl unsere, als auch die von uns bei den Uetersener Feldbahnfreunden geliehenen Gleise in Schwarzenbek an. Am Freitag folgten die Fahrzeuge, der Infostand und was man sonst noch so braucht wie z.B. Werkzeug. Die Freiwillige Feuerwehr hat fleissig beim Verlegen (und auch beim Abbau) der Gleise geholfen. So brauchten wir diese nur noch zu verschrauben aber nicht mehr durch die Gegend schleppen.
Am Samstag haben wir die ersten Fahrten unternommen, unseren Stand aufgebaut und die Streckentelefone, ein altes Feldtelefon der Bundeswehr nebst dazugehöriger Vermittlungsstelle, verlegt. Die Anzahl der Besucher hilt sich noch in Grenzen, aber es gab parallel auch noch ein Open-Air-Konzert in der Stadt. Am Sonntag dagegen wurden wir regelrecht überrant, es waren deutlich mehr Besucher als erwartet die sich zwischen den geöffneten Geschäften, den zahlreichen Buden und unserer Feldbahn bewegten. Auch die Händler sagten dass sie mit so viel Besuchern nicht gerechnet hätten. Eine kleine Bildersammlung gibt es in der Galerie, eine umfangreiche Sammlung bei Alfred.
Neuer Straßenbahnfahrer
Irgendwann hat die Überredungskunst doch gereicht: Dirk hat sich (endlich mal) für einen Tag von Aumühle losgerissen und ist mit zum Schönberger Strand gekommen. Nicht nur das er noch mal ein wenig auf dem V3-Straßenbahnwagen 2970 von 1938 ein wenig das Fahren geübt hat, er hat auch noch am gleichen Tag seine Fahrprüfung abgelegt und bestanden. Andreas hat in der Zwischenzeit angefangen auf einem neuen Fahrzeug zu üben: der Kieler DUEWAG-Wagen 241 von 1957.
Neue Kabeltrasse
Langsam reicht es! Die provisorische Stromversorgung von Lehrstellwerk und Modellbahnanlage muss mal anständig gemacht werden. Es muss also gebuddelt werden, unter zwei Feldbahnstecken, dem Gleis 12 der Regelspur und dem Fußweg zu den Toiletten hindurch. Mit Sand die Grube wieder ein wenig auffüllen, das Kabel reinlegen und mit Sand bedecken, danach wieder zuschaufeln. So wird das Kabel geschont und nicht z.B. durch Steine beschädigt. Die Feldbahn war hierbei natürlich als Bauzug im Einsatz.
Weichenbau in Gleis 11
Der Einbau der Weiche in Gleis 11 schreitet zügig voran. Die Schwellen liegen, die Schienen sind provisorische verschraubt. Jetzt wird erstmal alles ordentlich vermessen und austariert, danach können weitere Schienenstücke verschraubt werden. Bald soll auch der Schotter kommen, danach werden noch ein paar Gleisstücke verschweißt.
Wer genau hinschaut wird glauben dass das Herzstück verbogen ist: dies täuscht nur, es handelt sich hier um eine Weiche mit einem federnden Herzstück. Die Herzstückspitze drückt gegen die Flügelschiene des geraden Stranges, hierdurch entsteht keine Herzstücklücke und es gibt einen ruhigeren Fahrzeuglauf. Im abzweigenden Strang wird die Flügelschiene vom Rad beiseite gedrückt. Sowohl das Herzstück als auch die eine Flügelschiene sind federnd ausgeführt. Heute baut man Schnellfahrweichen mit beweglichen Herzstücken, unsere Weiche dagegen stammt aus den 20er Jahren.
Aktionstag im Mai
Unser zweiter Aktionstag dieses Jahr war leider nicht so gut besucht, zeitgleich lief in Hamburg der Hanse-Marathon. Man kann es aber auch positiv sehen: wir konnten uns um unsere Besucher deutlich intensiver kümmern. Gerade im Lehrstellwerk entwickeln sich unter solchen Bedingungen sehr interessante und intensive Gespräche.
Wir freuen uns natürlich auf den nächsten Aktionstag. Dieser ist allerdings erst im Herbst am 3. Oktober.
Aktionstag am Ostermontag
Bei strahlendem Sonnenschein haben wir einen gut besuchten Aktionstag am Ostermontag gehabt. Wie gewöhnlich war alles in Betrieb was in Betrieb genommen werden konnte: Feldbahn, Draisine, Lehrstellwerk, die Straßenbahnmodellanlage, … Es gab Führungen, antiquarische Bücher und Videos und auch für das leibliche Wohl war gesorgt.
Frühling bei der Feldbahn
Besuch im Torfwerk
Wir wollen uns vergrößern, ein Torfwerk nördlich von Hamburg sich verkleinern. Da müsste man doch irgendwie zusammen kommen können. Nach ersten Vorverhandlungen sind wir auf einem Samstag zu Besuch gefahren um mal zu schauen was es denn alles so gibt. Abgesehen von diesem “Schaufensterbummel” war es auch ein schöner Tag mitten in der rauhen und schönen Natur Norddeutschlands – wo man morgens schon sehen kann wer abends zu Besuch kommt.
Der Frühling kommt…
…und damit auch langsam wieder angenehmeres Wetter. Die Temperaturen lagen in Aumühle zwar nur knapp über dem Gefrierpunkt, dafür aber begleitet von strahlendem Sonnenschein und wenig bis gar kein Wind. Nicht nur dass wir dadurch zahlreich Besucher auf dem Hof hatten, bei so einem Wetter macht die Arbeit auch gleich viel mehr Spaß. Clemens und Gerhard waren dabei einen der Drehschemelwagen der Feldbahn mit einem hölzernen Boden zu versehen (was bei der Holzsorte Bongossi gar nicht so leicht ist), Dirk war mit der Donnerbüchse beschäftigt, der andere Dirk mit den Achslagern des Holzkastenwagens der Feldbahn, Marcus, Andreas und Claus-Jürgen kümmerten sich um die Besucher und Walther baute an der Wechselstrom-S-Bahn.
Feldbahn kreuzt Draisine
Um von unserer normalen Feldbahnstrecke aus auf die Abstellgleise und das Baugleis auf der Betonplatte zu gelangen, muss man jeden Wagen einzeln recht aufwändig über die Weiche 2 schieben. Da hierbei auch noch eine kleine Steigung überwunden werden muss wird jeder Wagen per Lok über die Weise 2 geschoben, diese dann unter dem Zug so umgestellt dass kein Wagen entgleist und dann mit der Lok zurückgefahren. Der Wagen rollt durch die Schwerkraft dann in das andere Gleis. Um sich diese Arbeit zu erleichtern haben unsere beiden Nachwuchslokführer das extrem kurze Gleisstück an der Weiche 2 provisorisch mit fliegenden Gleisen über das Draisinengleis hinweg verlängert. Das Ergebnis: kein Problem so lange man vorsichtig fährt. Natürlich kann die Draisine so lange nicht in den Schuppen rein oder raus fahren, aber am Abend kann man die Gleise ja auch wieder abbauen. Dies ergibt schöne Möglichkeiten für den Aktionstag.
Es gibt viel zu tun…
Eigentlich wollte ich endlich mal die lose Farbe von der Decke im Relaisraum des Lehrstellwerkes holen, aber natürlich kam es anders. Bei einer Vorführung an den beiden elektromechanischen Stellwerken von D-Bach habe ich eine Nottaste gedrückt. Ein Signal kann normalerweise nur von dem Stellwerk aus auf Halt gestellt werden, welches für den jeweiligen Bezirk zuständig ist. In einem Notfall kann es jedoch nötig sein auch Signale anderer Stellwerke schnell auf Halt zu stellen. Für genau diesen Fall gibt es die Nottasten, eine pro Signal. Bei normalen Vorführungen werden diese nicht benutzt und offensichtlich hatte eine der Tasten bereits ein paar Kontaktschwierigkeiten die sich zu einem handfesten Wackelkontakt entwickelt haben. Dies fiel natürlich nicht gleich auf sondern erst bei der nächsten Vorführung. Zu allem Überfluss hat sich dann auch noch die für diesen Schaltkreis zuständige Sicherung verabschiedet, allerdings auf eine Art und Weise dass man dies ihr von aussen nicht ansehen konnte. Durch die Struktur der Schaltung ist dieser Schaltkreis aber, trotz defekter Sicherung, nicht spannungsfrei. Dies ergibt interessante Effekte bei der Störungssuche.
Falls sich jemand an dem Schaltplan versuchen möchte: es handelt sich um die Taste “NT b1/2″ rechts oben und die Sicherung 3.06. Diese ist zwei mal eingetragen, die gemessene fremde Spannung kommt vermutlich von der Bahnhofswiederholungssperre die sich rechts im Schaltplan befindet. Und wer Lust auf eine Quizfrage hat: wo ist der sicherheitskritische Fehler in der Schaltung für Signal A in der Mitte im Bild? Als “Belohnung” winkt Arbeit im Lehrstellwerk.
U-Bahn-Rundfahrt
Jedes Jahr zum Jahresanfang fahren wir mit historischen Wagen auf dem Netz der Hamburger Hochbahn, so auch dieses Jahr. Unterwegs waren wir mit den U-Bahnwagen 11, 220 und 8838. Diesmal ging die Fahrt von Barmbek aus über die Ringlinie, nach Mümmelmannsberg, Niendorf Nord und Teile der U1 in der Innenstadt. Es gab die “kleine Hafenrundfahrt”, also die Fahrt über die Strecke vom Rödingsmarkt zu den Landungsbrücken, Fahrten über die von regulären Zügen nicht genutzten Verbindungsstrecken zwischen Berliner Tor und Hautpbahnhof Süd U1 sowie der Verbindungskurve zwischen Schlump oben (U3) und Emilienstraße (U2). Hierzu mussten in Berliner Tor und Hauptbahnhof Nord Kopf gemacht werden, also in umgekehrter Richtung wieder abgefahren werden. Auch dies findet im normalen Betrieb nicht statt. Insgesamt waren wir gute 2 1/2 Stunden unterwegs.
Diese Fahrt war nur für Vereinsmitglieder und ihre Angehörigen. Es finden aber auch öffentliche Fahrten statt, z.B. am Verkehrshistorischen Tag im Oktober.
Ein Januartag im Lokschuppen
Ein normaler Sonntag im Januar im Lokschuppen Aumühle: die Temperaturen liegen nur knapp über 0°, aber immerhin liegt kein Schnee oder Eis herum und es war auch wenigstens ein bisschen hell geworden. Trotz des nicht so schönen Wetters kamen etwa 300 Besucher vorbei. Ausserdem waren wir fleissig am arbeiten: Stefan hat im Lehrstellwerk Kabel gelötet, André hat sich um das defekte Magnetventil im Schienenbus gekümmert und die Bremse an der Torflore wurde von Clemens und Leon repariert (jetzt kann der Holzaufbau da rauf). Gefahren wurde auch: die Besucher konnten auf der Feldbahn sich von Stefan, Marcus und mir durch die Gegend fahren lassen oder auf der Handhebeldraisine mit Claus-Jürgen und Winfried in Richtung Berlin fahren – zumindest die ersten paar hundert Meter… Auch das Lehrstellwerk war gut besucht, ich hatte mehrere Besuchergruppen zu Gast. Dabei war ein Elfjähriger der es ganz genau wissen wollte und hinterher sogar den Unterschied zwischen Fahrstraßenverschluss und Fahrstraßenfestlegung erklären konnte.
Ein Video von diesem Tag gibt es bei Youtube, allerdings ohne Draisinenfahrten und ohne Lehrstellwerk.
Extra3 mit Johannes Schlüter zu Besuch im Lokschuppen
Die Satiresendung Extra3 des Norddeutschen Rundfunks hat für einen Beitrag bei uns die Aussenaufnahmen gedreht. Hierbei geht es um die Finanzsituation bei der Bahn: dass auf der einen Seite Geld für den Betrieb der Weichenheizungen fehlen würde, auf der anderen Seite aber eine halbe Milliarde Euro Dividende an den Bund gezahlt werden soll und obendrein Stuttgart21 auch nicht gerade günstig wäre. Hierfür hat Extra3 Johannes Schlüter, den Jahreszeitenbeauftragten der Deutschen Bahn, interviewt.
Gesendet wurde der Beitrag am 16. Januar 2011. Zu sehen ist er aber auch bei Youtube.
Provisorische Verlängerung der Feldbahngleise
In den kommenden Monaten soll eine Weichenverbindung zwischen den Gleisen 10 und 11 eingebaut werden. In Gleis 10 befindet sich bereits eine 2008 von uns aufgearbeitete Weiche mit preußischem Hakenspitzenverschluss, die Weiche für Gleis 11 haben wir erst seit ein paar Tagen und liegt noch in Einzelteilen zerlegt am Schuppen. Damit wir die schweren Teile transportieren können, und das sind nicht nur die Schienen sondern auch der benötigte Schotter, haben wir die Feldbahngleise bis zur geplanten Baustelle verlängert. Für solche Zwecke gibt es bei der Feldbahn die “fliegenden Gleise” welche man problemlos neu verlegen und dann auch wieder abbauen kann.
Glühwein im Lokschuppen
Nachdem wir im Winter 2009/2010 eine kleine Weihnachtsfeier mit Glühwein im Schuppen abhielten, sollten dieses mal auch unsere Besucher etwas hiervon haben. Wie schon bei einem Zeitungsinterview während des Weihnachtsmarktes angekündigt, war am zweiten Weihnachtstag nicht nur der Lokschuppen geöffnet, es gab auch Glühwein mit und ohne Schuss oder stattdessen Kinderpunsch. Diese Möglichkeit sich aufzuwärmen wurde auch zahlreich genutzt, ebenso wie die hervorragenden Rodelmöglichkeiten auf unserer Auffahrt.
Aufräumen und wegpacken
Der Winter hat uns voll im Griff! Wir sind mitsamt der Feldbahn vom Weihnachtsmarkt zurück, nur leider ist es nicht damit getan die Fahrzeuge einfach nur ins Gleis zu stellen, sie müssen auch in ihre Schuppen gefahren oder abgeplant werden. Was bei normalem Wetter eine Arbeit von knapp einer halben Stunde ist, wird bei Schnee zu einer Aktion von etwas über drei Stunden. Auf zugeeisten Gleisen drehen die Räder der Lokomotiven durch, die Rillenschienen sind fast unpassierbar und die Weichen nur mit warmen Wasser und viel Mühe davon zu überzeugen die Lage zu wechseln.
Bergedorfer Weihnachtsmarkt
An den vier Adventswochenenden 2010 haben wir mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Bergedorf den Verein vertreten. In dem frisch renovierten und mit Fensterscheiben versehenen Pavillon gab es zahlreiche Informationen und Publikationen, sowie eine Fotoausstellung über die Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs in Bergedorf. Sehr zur Freude der Kinder fuhr vom Pavillon aus bis zum Tor des Bergedorfer Schlosses unsere Feldbahn im Pendelverkehr. Gezogen wurde dieses von der Lok V23 (Diema DL6), an Wagen waren ein offener Güterwagen und ein Personenwagen im Einsatz. Weitere Wagen luden zum platznehmen ein.
Was passiert in einem Stellwerk?
Was muss alles passieren bevor ein Zug sicher über Gleise und Weichen fahren kann? Was machen eigentlich Weichenwärter und Fahrdienstleiter in ihren Stellwerken und wie stellen sie sicher dass die Züge nicht aufeinander stoßen oder das Weichen unter ihnen aus Versehen umgestellt werden und der Zug dann entgleist? Wie bedient man ein mechanisches Stellwerk? Ist diese inzwischen über 100 Jahre alte Technik, in der es alleine in Deutschland noch etwa 1800 Stellwerke gibt, überhaupt sicher?
Stefan und Andreas haben ein Video im Lehrstellwerk gedreht welches man auf Youtube sehen kann. Man darf natürlich auch gerne zu Besuch kommen und mal selber Hand an die Hebel legen.
Kipploren aufgearbeitet
VVM auf der Wirtschaftsmesse in Schwarzenbek
Am 16. und 17. Oktober hat sich unser Eisenbahnverein auf der Messe der Wirtschaftlichen Vereinigung Schwarzenbek präsentiert. So waren wir dort nicht nur mit einem Informationsstand vertreten, wir haben auch zur Freude der Kinder diese mit der Feldbahn gefahren. Leider war durch einen Planungsfehler unsere Strecke nur halb so lang geworden wie geplant da ein Stand mit Schwenkgrill auf der einen Hälfte unserer Strecke aufgebaut wurde. Über die Arbeiten hierzu gibt es ein Youtube-Video.
Wartungsarbeiten im Lehrstellwerk
Es war dringend nötig: im Lehrstellwerk waren im Leuchttableau bereits diverse Lämpchen ausgefallen und im Stellwerk Df (D-Bach Fahrdienstleiter) funktionierte der Weichenwecker nicht mehr. Nun kann man ja nicht mal “so eben schnell” irgendwelche Signale auf Fahrt stellen und damit die Ausleuchtung im Tableau prüfen, bei einem Stellwerk müssen immer die Abhängigkeiten zwischen den Weichen, Signalen und den Stellwerken untereinander beachtet werden. Hinzu kam eine defekte Sicherung für den Weichenwecker. Der Weichenwecker soll immer dann klingeln wenn ein Weichenantrieb gestört ist oder aus einem anderen Grund die Stellung der Weiche nicht mit der Stellung des Weichenhebels übereinstimmt. Nur weil man die Sicherung im Schaltplan gefunden hat heisst dies nicht dass man sie auch in der Anlage findet. Weder dass die Sicherungsnummer einem Aufschluss darüber geben würde wo sich diese Sicherung befindet, noch dass sie sich da befinden würde wo man diese vermuten würde. Nach etwa vier Stunden Arbeit, einem intensiven Studiums der Schaltpläne und viel hantieren mit der Taschenlampe waren aber alle defekten Lämpchen getauscht und es bimmelte wieder so wie früher.
Verladearbeiten mit einem SKL
Vom Museumsbahnhof Schönberger Strand sollte ein Achssatz per PKW-Anhänger abgeholt werden. Da dieser jedoch etwa eine Tonne wiegt, brauchten wir hierfür einen Kran. Kräne gibt es u.a. an dem einen oder anderen Schwerkleinwagen, sogenannte SKLs. Also musste der SKL zur Verladestelle gebracht werden um dort den Achssatz zu verladen.
Das Video gibt es bei Youtube. Zum filmen stand nur ein Mobiltelefon zur Verfügung, daher die leider doch dürftige Bildqualität.
Museums-S-Bahn ET171 082 in Aumühle
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat für ihre Mitglieder und deren Familien einen Ausflug nach Hamburg organisiert. Auf dem Programm stand u.a. die Fahrt mit dem Museumszug ET171 082 des Vereins Historische S-Bahn Hamburg e.V. sowie ein Besuch bei uns im Lokschuppen Aumühle. Natürlich fand die Anreise zu uns im Museumszug statt.
Besuch in Deinste
Am 3. Juli waren wir zu Besuch bei der Moorbahn Burgsittensen und beim Deutschen Feld- und Kleinbahnmuseum Deinste. Trotz einer geradezu unerträglichen Hitze von knapp 30° im Schatten verschlug es uns an diesem Samstag zuerst nach Tiste zu den Moorbahnern und danach nach Deinste zu den Feldbahnern. Wir hatten nicht nur die Gelegenheit uns zahlreiche interessante Fahrzeuge anzusehen, es ergab sich auch die Gelegenheit das schon lange stillgelegte Stellwerk in Deinste zu besichtigen.
Straßenbahn am Schönberger Strand
Im Zuge zur Ausbildung als Straßenbahnfahrer am Museumsbahnhof Schönberger Strand haben wir beim üben mal mit der Kamera über die Schulter geschaut. Das Video gibt es bei Youtube.
Besuch im HamburgMuseum
Mit dem Verein hatten wir eine Veranstaltung im HamburgMuseum, da konnten wir uns einen Besuch bei der großen Modellbahnanlage dort natürlich nicht entgehen lassen. Es ist Europas größte Eisenbahn-Modellanlage in Spur 1 und wird vom Modelleisenbahn Hamburg e. V. betrieben. Hier hatten wir auch die Gelegenheit mal hinter die Kulissen der Anlage zu schauen.
Neue Donnerbüchse
Durch einen Ringtausch haben wir eine Donnerbüchse erhalten. Wagen dieser Bauart sind von 1921 bis 1931 gebaut worden, es gibt bei der Wikipedia einen Artikel hierüber. Unser Wagen stand zuletzt beim AVL in Lüneburg. Sein letzter Einsatz bei der Bahn war aber nicht mehr als Personenwagen, sondern als Stromversorgungswagen für ein elektromechanisches Stellwerk. Der Innenraum ist also komplett umgebaut worden, es fehlen sämtliche Sitze. Dafür ist der Boden verstärkt worden um Generatoren und Bleiakkumulatoren tragen zu können. Im ehemaligen Batterieraum kann man dies im Moment leider auch noch riechen. Ausserdem ist in der Seitenwand eine Schiebetür eingebaut worden. Wir planen diesen Wagen nach seiner Aufarbeitung als Museumsshop einzusetzen.
Der Wagen ist mit einem Straßenroller, einem sogenannten “Culemeyer” von Lüneburg zu uns gefahren worden, auf dem Bild hat er es bis zum Rande des Sachsenwaldes geschafft und hat nur noch etwa 400m Waldweg vor sich.
Wartungsarbeiten an den Feldbahnlokomotiven
Nach einem langen und harten Winter 2009/2010 mussten dringend Wartungsarbeiten an den Feldbahnlokomotiven gemacht werden. Diese haben am 16. Mai ihren ersten Abschluss gefunden. Wir sind zwar nicht fertig, aber immerhin sind alle drei Lokomotiven wieder am laufen. Hierzu gibt es ein Youtube-Video.
Alter Schwede, nun am Eingang
Nachdem die letzte Eiszeit einen Findling bei uns auf dem Gelände hinterlassen hatte der immer irgendwie im Wege war, hat er nun am Eingang einen neuen Platz gefunden. Mit einem kleinen transportablen Kran haben wir ihn auf die Schwerlastlore der Feldbahn gehoben und dann auf den sogenannten Marktplatz, also dem Platz vor dem Schuppen, gefahren. Dort ist er auf einen Handwagen umgeladen worden und zum Eingang gefahren worden. Abladen ging dann durch die tatkräftige Unterstützung der Gravitation glücklicherweise deutlich leichter als aufladen.
Auf dem Bild machen wir gerade Pause, der Findling ist kurz vor dem Umladen auf den Handwagen.
Neubau Gleis 12
In den 70er Jahren hatte die Bundesbahn Gleis 10 abgebaut, es diente ursprünglich zum Abstellen der Nahverkehrszüge welche zwischen Aumühle und Büchen pendelten und war entbehrlich geworden. Für unsere Fahrzeugsammlung war ein weiteres Gleis in den letzten Jahren nötig geworden, und so haben wir 2008 es in leicht verschobener Lage wieder neu aufgebaut. Am ursprünglichen Platz war dies nicht mehr möglich, ein Zaun zwischen unserem Gelände und der Abstellanlage der S-Bahn befindet sich nun dort. Nun musste allerdings Gleis 11 in Richtung Schuppen verschoben werden da sonst die beiden Gleise zu dicht beieinander gelegen hätten. Bei dieser Gelegenheit haben wir gleich auch die Schwellen und Schienen erneuert. Und da wir sowieso schon dabei waren, haben wir Gleis 12 auch gleich erneuert. Wie man im Bild sehen kann, gehen die Arbeiten nun zügig voran und im Sommer möchten wir wieder Fahrzeuge im Gleis stehen haben.
Aufarbeitung von Feldbahngleisen
Es ist Winter, draussen liegt der Schnee hoch und man kann im Freien kaum noch arbeiten. Also holen wir die Arbeit in den Schuppen rein, zumindest mit den transportablen Gleisjochen der Feldbahn, den sogenannten “fliegenden Gleisen” ist dies problemlos möglich. Ausserdem ist höchste Zeit sie zu entrosten, zu reparieren und mit einem Schutzanstrich zu versehen. Wenn der Winter vorbei ist, können wir diese als provisorische Gleise an verschiedenen Stellen einsetzen – das muss auch nicht unbedingt bei uns auf dem Hof sein…
Besuch bei einer alten Bekannten
Seit Jahren stand bei uns die Feldbahndampflok Rbl201 herum ohne dass wir dazu gekommen wären diese aufzuarbeiten. Nun kam auch noch hinzu dass sie aufgrund ihrer ungewöhnlichen Spurweite von 690mm auf unseren Gleisen sowieso nicht hätte fahren können.
Im Frühjahr 2009 haben wir sie abgegeben, natürlich in der Hoffnung dass sie in ihrer neuen Heimat entsprechend restauriert wird. Am 29. Januar waren wir eingeladen sie uns mal wieder anzusehen, und um es kurz zu machen: wir waren beeindruckt wie weit die Arbeiten bereits in so kurzer Zeit gediehen sind.
Winter 2009/2010
Es ist Winter, wir haben Frost, überall liegt Schnee: die Feldbahn macht eine Zwangspause. Im Gegensatz zur “großen Eisenbahn” sind unsere Weichen nicht beheizt und daher eingefroren. Wir fahren wieder sobald die Temperaturen auf ihr negatives Vorzeichen verzichten und damit unsere Gleisanlagen aufgetaut sind.


























































